Bericht der 1. Fußballmannschaft des Jahres 2019

Mit großer Vorfreude und vor allem noch größerer Neugier sind wir als Mannschaft des TSV Dollbergen 09 in das neue Fußballjahr 2019 gestartet. Alle waren gespannt auf die erste Trainingseinheit unseres neuen Trainers Lars Bischoff. Was wird uns erwarten, auf welche Trainingsmethoden legt er besonderen Wert, spielen wir viel mit dem Ball oder werden wir hauptsächlich Sprint- und Ausdauerübungen machen, auf welchen Positionen beabsichtigt er uns demnächst einzusetzen, bringt er noch neue Spieler mit, was verfolgt er für eine Taktik bzw. Strategie, hat er überhaupt eine? Fragen über Fragen. Aber dazu später mehr.

 

Als erstes möchte ich jedoch die Gelegenheit nutzen, um noch einmal kurz die 1. Hälfte der Saison 2018/2019 Revue passieren zu lassen.

 

Zu Beginn der Saison hatten wir bereits den ersten Spielerausfall zu beklagen. Aus gesundheitlichen Gründen haben wir mit Dennis Lieke nicht nur unser kämpferisches Laufwunder im linken Mittelfeld verloren, sondern auch einen wundervollen Menschen, der sich auf und neben dem Platz ständig in den Dienst der Mannschaft gestellt hat und mit seiner liebenswürdigen, sowie freundlichen Art und Weise immer darauf bedacht war für eine gute Atmosphäre innerhalb des Teams zu sorgen. „Wir vermissen Dich und wünschen Dir für die Zukunft alles erdenklich Gute!“

 

Im Laufe der ersten Spiele mussten wir dann auch noch den, ebenfalls aus gesundheitlichen Gründen, Ausfall unseres Mittelfeldmotors Kai Stallmann, sowie den Weggang unseres ehemaligen Oberligastürmers Anatoli Grabowski verkraften.

Beide Spieler haben mit ihrer individuellen Klasse nicht nur einen großen Teil dazu beigetragen, dass wir in der Saison 2015/2016 als Meister der 1. Kreisklasse aufgestiegen sind, sondern beide waren auch maßgeblich daran beteiligt die neue Spielklasse mit den überragenden Plätzen vier und sechs zu halten. Auch euch möchten wir natürlich einen großen Dank aussprechen und für die Zukunft alles Gute wünschen. 

 

Und als ob der Verlust dieser drei Topspieler nicht schon genug wäre, kam dann Mitte der Hinrunde die Hiobsbotschaft, dass unser langjähriger Trainer Karsten Stallmann sein Amt als Coach zum Jahreswechsel nach fünf ein halb Jahren niederlegt. Neben den zahlreichen sportlichen Erfolgen, die wir unter Karsten verzeichnen konnten, darunter unter anderem der zweifache Gewinn des 2015 wieder eingeführten Avista-Cups, der Halbfinaleinzug in den Krombacher Kreispokal und vor allem der Gewinn der 1. Kreisklasse mit dem damit verbundenen Aufstieg in die Kreisliga, waren es doch häufig die kleinen persönlichen Dinge neben dem Fußballplatz, die dafür gesorgt haben, dass Karsten bei uns in guter Erinnerung bleibt. Sei es die jährliche Einladung der gesamten Mannschaft zum Bundesliga schauen und gemeinsamen Essen in seinen Keller, die auf den Weihnachtsfeiern stattfindenden Verleihungen der Auszeichnung zum Torjäger und Spieler des Jahres oder die legendären Kabinenpartys bei gemeinsamen Karten spielen, die häufig nicht vor sechs Uhr in einer kleinen Lokalität im Nachbarort endeten. Karsten hat immer versucht dafür zu sorgen, dass sich jeder Spieler so wohl wie möglich fühlt. Dafür auch an dieser Stelle nochmal ein großes Dankeschön.

 

So, jetzt ist aber auch genug der personellen Verluste. Wir haben zu Saisonbeginn natürlich auch neue Spieler dazu bekommen. Besonders freut mich, dass diese frisch aus der eigenen Jugend kommen und einige davon bereits sämtliche Jugendbereiche des TSV 09 durchlaufen haben. Diese Spieler sind einmal Julian Scholz, der sich mit seiner Schnellig- und Wendigkeit sofort in die Startelf gespielt hat, dann Enno Justus Ermgassen, der durch sein ruhiges und besonnenes Wesen aus der Viererkette nicht mehr wegzudenken ist und zu guter Letzt natürlich noch Fabijan Feraj, der mit seinem begnadeten linken Fuß schon das ein oder andere Spiel für uns entschieden hat. Alle drei Spieler haben es mühelos geschafft sich mit ihrer aufgeschlossenen Art in die Mannschaft zu integrieren und wurden von dieser auch sofort aufgenommen und akzeptiert.

 

Sportlich starteten wir, wie jedes Jahr zu Saisonbeginn, mit der 1. Runde des Kreispokals. Diesmal ging es als erstes in den Nachbarort zum klassentieferen TSV Katensen. Obwohl es zu Beginn ein Spiel auf Augenhöhe war, konnten wir in der ersten Halbzeit glücklich mit 0:1 in Führung gehen und diese dann auch mit in die Pause nehmen. In der zweiten Hälfte des Spiels steigerte sich die Leistung unseres Teams, was sich letztendlich auch im Ergebnis niederschlug. Am Ende zogen wir mit dem Endergebnis von 0:5 souverän in die 2. Runde ein.

Ungeachtet dessen konnte das “Highlight” des Spiels schon innerhalb der ersten Minuten bestaunt werden, bei dem sich der Hauptakteur wohl bis in alle Ewigkeit unvergesslich gemacht hatte. Die Rede ist natürlich von Enno Justus Ermgassen. In seinem ersten offiziellen Pflichtspiel als 1. Herrenspieler schlurfte er zur Außenlinie, auf Höhe der Mittellinie, um den uns zustehenden Einwurf auszuführen. Lässig lupfte er sich den Ball vom Boden in die Hand und scannte das Feld nach möglichen Anspielstationen. Im Mittelfeld boten sich lautstark zwei Mitspieler an, welche aus Ennos Sicht wohl nicht so gut anzuspielen waren, wie er es sich vielleicht gewünscht hätte. Der sich vorne freilaufende Stürmer war offenbar zu weit weg, obwohl auch dieser wild gestikulierend den Ball einforderte. Draußen rief der Trainer, Enno solle doch nun endlich den Ball spielen, wohlwissend das dieser, bei noch längerem Halten, dem Gegner zusteht. Die Gegner ärgerten sich schon über die Spielverzögerung. Der Schiedsrichter stand kurz davor eine Ermahnung wegen Zeitspiel zu erteilen. Es war ein großes Durcheinander. Letztendlich entschied sich Enno für die sicherste Methode und brachte den Ball hinten über die Dreierkette wieder ins Spiel. Daraufhin verstummten sämtliche Stimmen. Die an der Bande stehenden Zuschauer sahen sich verdutzt an. Die Spieler auf dem Feld konnten auch nicht so recht glauben,was sie da gesehen hatten. Vereinzelt nahm man leises Gelächter war. „Hat er das jetzt wirklich gemacht?“ Der Referee war anscheinend auch ganz irritiert. Offensichtlich hatte er so etwas in seiner Laufbahn auch noch nicht erlebt. Zumindest nicht im Herrenfußball. Er ließ das Spiel noch ein, zwei Situationen laufen, bis er realisierte, was gerade für ein Regelverstoß passiert war. Dem Einzigen, dem man überhaupt keine Verwirrung anmerkte, war Enno selbst. Gemütlich trabte er zurück auf seine Position, bis der Pfiff des Schiedsrichters ertönte. Was war geschehen?

Anstatt den Ball, mit beiden Händen hinter dem Kopf haltend, zu werfen, rollte Enno diesen im Stile eines Kegelspielers seinem Mitspieler zu. Eine lustige Situation, die nicht nur bis heute, sondern vermutlich auch in den kommenden Jahren mehrfach berichtet wird. Neben den Attributen, wie zweikampfstark, gutes Auge und Ruhe am Ball, gehört diese Geschichte aber auf jeden Fall dazu, wird man nach der Person Enno Ermgassen gefragt.

 

Den Start in die Meisterschaft gestalteten wir ebenfalls erfolgreich. Interessanterweise mit demselben Ergebnis wie gegen Katensen. Am 1. Spieltag schlugen wir Haimar-Dolgen zu Hause mit 5:0. Als kleine Anekdote sei dazu gesagt, dass das erste Tor mit dem ersten Angriff bereits nach geschätzten zehn Sekunden fiel.

Ein Aufeinandertreffen mit ganz anderer Qualität, war das Heimspiel gegen den späteren Aufsteiger SUS Sehnde. In einem unglaublichen Spiel fegten wir über den Gegner weg und schlugen die Sehnder sagenhaft mit 8:1. Anzumerken sei dabei noch, dass wir ab der 34. Minute in Unterzahl spielten. Wie es dazu kam? Auch diese Geschichte ist es wert hier erzählt zu werden. Es trug sich also Folgendes zu:

Um einen Konter zu unterbinden, grätschte unsere Nummer 7, Thorben Litfin, beabsichtigt den Ball zu spielen, in den gegnerischen Stürmer, der nach mehreren Drehungen schreiend auf dem grünen Spielgeläuf liegen blieb. Protestierend kamen einige Spieler der Sehnder Mannschaft zum Schiedsrichter und beschwerten sich über das brutale Einsteigen unseres Abwehrchefs. Selbstsicher beruhigte der Schiedsrichter die aufgebrachten Spieler und schritt konsequent Richtung Sechzehnmeterraum, wo sich sämtliche Spieler des TSV, in Erwartung des Freistoßes aufhielten. Ohne zu zögern zeigte er Michel die gelb-rote Karte und bat ihn den Platz zu verlassen. Alle Versuche den Schiri davon zu überzeugen, dass es nicht Michel war, der gefoult hatte, sondern Thorben, wurden unter Androhung einer gelben Karte seitens des Unparteiischen abgewiesen. Das Spiel musste daher mit nur noch zehn Akteueren des TSV beendet werden. Und wer jetzt denkt, dass wir uns nur noch auf das Verteidigen konzentrierten und gelegentliche Konter als Nadelstiche setzen würden, der liegt damit auch komplett richtig. Eine Mischung aus Kampf, Cleverness und auch ein wenig Glück hat gezeigt, dass die Mannschaft auch in solch schwierigen Situationen zusammenhält und sich nicht darauf beruft unfair behandelt worden zu sein.

Des Weiteren darf natürlich auch nicht der Heimsieg gegen den, zum Saisonende ebenfalls aufsteigenden, SV Lehrte 06 unerwähnt bleiben. Zwar gibt es zu diesem Spiel keine nennenswerte Geschichte zu erzählen, aber dieses Spiel zeugt davon, dass wir als geschlossene Einheit auftreten und uns trotz vermutlicher Unterlegenheit nicht davon abbringen lassen alles zu versuchen es dem Gegner so schwer wie möglich zu machen.

Klar gab es in der Hinrunde 2018/2019 nicht nur tolle Siege und Erfolge zu feiern. Wir haben in einigen Spielen natürlich auch schlechte Leistungen gezeigt und diese dann auch zu Recht verloren. Besonders getroffen hat uns zum Beispiel die Heimniederlage gegen Uetze. Das Spiel endete mit 1:4 und war vermutlich eine der bittersten Niederlagen dieser Hinrunde. Vor allem aber war es das Auswärtsspiel beim SV Polizei Hannover, das uns einen unschönen Abschluss des Fußballjahres 2018 bereitete. Nicht nur weil es das letzte Spiel unter der Leitung von Karsten Stallmann als Trainer des TSV Dollbergen war. Wir hatten zu dieser Zeit viele Verletzte und noch mehr angeschlagene Spieler. Und obwohl wir zu diesem Spiel zahlreiche Spieler aus der zweiten Mannschaft dazu bekommen haben, was nicht selbstverständlich war, weil diese ebenfalls personell sehr eng besetzt war (an dieser Stelle trotzdem nochmal vielen Dank für die Unterstützung), konnten wir Karsten aus sportlicher Sicht nicht so verabschieden wie wir es gerne gewollt hätten. Als kleiner Trost: Immerhin haben wir sein letztes Heimspiel gegen Kleinburgwedel nach einem Rückstand von 0:2 noch in ein 4:2 ummünzen können. Aber genug der Verbreitung schlechter Stimmung. Also ich fasse nochmal kurz zusammen.

Stand Jahresbeginn 2019:

Es sind viele Leistungsträger gegangen und drei neue Spieler gekommen. Die Stimmung innerhalb der Mannschaft passt. Außerdem wurde Karsten Stallmann von Lars Bischoff als neuer Trainer des TSV Dollbergen 09 abgelöst. 

 

Zum Auftakttraining des Jahres 2019 unter unserem neuen Hauptübungsleiter erschien eine Teilnehmeranzahl, wie sie wohl in den nächsten Jahren erstmal nicht mehr vorkommen wird. Sage und schreibe über 40 Fußballbegeisterte waren gekommen, um endlich wieder gegen das runde Spielgerät zu treten und natürlich, um die Trainingspremiere nicht zu verpassen. Jetzt werden sich bestimmt einige Leser fragen, wie denn diese große Anzahl an Spieler zustande gekommen ist. Dazu sei gesagt, dass neben der Ersten auch die zweite Herrenmannschaft des TSV, sowie die A-Jugendmannschaft der JSG Fuhseland zugegen war. Alle waren so sehr gespannt, wie die erste Trainingseinheit ablaufen wird, dass selbst die einschüchternde Temperatur von gefühlten -10°C die Spieler nicht davon abhielten sich ihre Trainingsklamotten überzustreifen und den Weg an die Ackersbergstraße 6a) zu finden. Der Trainer war schon anwesend und hatte aus dem Container sämtliche Trainingsutensilien rausgekramt, die er nur irgendwie finden konnte, um damit einen Parcours aufzubauen, der beide Sportplätze umfassen sollte. Nach ein paar einleitenden Worten zu seiner Person hinsichtlich seiner Fußballkarriere und seiner Trainerlaufbahn gingen wir anschließend den Parcours ab. Mit kleinen Übungen zur Fußkoordination, Slalomdribblings mit Ball, und Sprints im Beachvolleyballfeld, war für jeden etwas dabei. Aufgrund der eisigen Kälte, war aber von vornherein klar, dass ein Abschlussspiel aufgrund des gefrorenen Platzes aus Sicherheitsgründen leider nicht stattfinden wird. Obwohl man mit der riesigen Anzahl an Spielern auch locker ein kleines Turnier hätte veranstalten können.

 

Unsere ersten Testspiele konnten wir durchweg positiv bestreiten. Von den in der Bezirksliga spielenden Adler aus Hämelerwald trennten wir uns vor heimischen Publikum 2:2 unentschieden, und gegen den TSV Arpke konnte ein souveräner 7:2 Heimsieg verbucht werden. Sogar den uns vorher unbekannten VfR Wilsche-Neubokel, der in der Bezirksliga Braunschweig 1 beheimatet ist, konnten wir vor gegnerischer Kulisse mit 1:3 besiegen.

Die Rückrunde haben wir sehr durchwachsen gespielt. Es gab Höhen, wie den 6:0 Sieg am letzten Heimspieltag gegen den TSG Ahlten, oder den fulminanten 5:2 Sieg zu Hause gegen den TSV Sievershausen, aber auch Tiefen, wie die Partie gegen den MTV Immensen, die auswärts in letzter Minute mit 2:1 verloren ging, oder die 2:3 Heimniederlage gegen den zu diesem Zeitpunkt stark abstiegsgefährdeten und letztlich auch absteigenden SV Yurdumspor Lehrte. Der Trainer hat das kleine Punktepolster, das wir uns in der Hinrunde erarbeitet haben, genutzt, um uns als Spieler besser kennen zu lernen und vor allem auch die Stärken und Schwächen jedes einzelnen zu analysieren. Lars hat uns auf vielen unterschiedlichen Positionen spielen lassen, die wir vorher teilweise noch nie gespielt haben. Das Bemerkenswerteste war dabei, dass wirklich jeder, der von dieser Umstellung betroffen war, mitgezogen hat und sich über die Positionsänderungen nicht beschwert hat. Als Mittelstürmer, der sich plötzlich auf der linken Seite in der Viererkette wiederfindet nicht ganz einfach. Außerdem hat er das komplette Spielsystem einmal auf links gezogen. Anstatt mit einer Dreierkette zu verteidigen, spielen wir jetzt mit einer Viererkette. Waren wir vorher nur darauf ausgerichtet Konterfußball zu spielen, versuchen wir nun den Ball in den eigenen Reihen zu halten, wie es so schön heißt, und das Spiel vernünftig aufzubauen und den Ball über das Mittelfeld in den Sturm zu kombinieren. Lars hat einen genauen Plan, wie er Fußball spielen lassen möchte. Dabei bezieht er die Spieler mit ihren individuellen Fähigkeiten so mit ein, dass diese sich in seinem System sinnvoll integrieren und ihre Stärken besonders häufig ausspielen können. Das wird nicht nur an der Taktiktafel deutlich, sondern zeigt sich auch in der Gestaltung des zweimal wöchentlich stattfinden Trainings. Es werden Spielsituationen simuliert, die nach und nach immer komplexer werden. Beim Torschuss beispielsweise wird nicht stumpf aus 20 Metern raufgebolzt, sondern es erfolgt vorher eine kleine Passstafette, wie sie im Spiel unzählige Male vorkommt. Jede Trainingsübung, und scheint sie noch so simpel, ist nicht nur darauf ausgerichtet jeden Spieler auf die Herausforderungen im Spiel vorzubereiten, sondern fügt sich als kleines Puzzleteil, betrachtet man das Gesamtbild, optimal in das verfolgte Spielkonzept ein. Jeder Spieler erhält eine positionsbezogene Aufgabe, die er zuverlässig zu erfüllen hat, sei es in der Verteidigung oder im Angriff. Diese Umstellung macht sich nach und nach bemerkbar. Von Training zu Training, von Spiel zu Spiel erkennt man, mal mehr mal weniger, dass die Mannschaft langsam beginnt die Spielstrategie zu verstehen und danach zu handeln. So haben wir abschließend die 3. Kreisligasaison in Serie mit dem neunten Tabellenplatz beendet.

 

Die neue Saison 2019/2020 startete wie üblich mit dem jährlich stattfindenden Avista-Cup. Doch konnten wir in den Vorjahren immer einen Treppchen Platz erreichen, reichte es dieses Mal nicht mal für das Halbfinale. In einer Gruppe mit dem TSV Bemerode, Vfl Wathlingen und Uetze konnten wir uns einen Punkt sichern und sind damit, zum ersten Mal nach Wiedereinführung dieses Turniers, als Gruppenletzter ausgeschieden.

Das erste Pflichtspiel der Saison bestritten wir im Kreispokal gegen den SV Fuhrberg. Mit einem ungefährdeten 0:4 zogen wir verdient in die nächste Runde ein. Besonders ein gewisser Bastian Gatke hat mit seinen zwei Treffern einen erheblichen Teil dazu beigetragen, dass wir das Spiel bereits in der ersten Hälfte mit 0:3 schon so gut wie sicher entschieden hatten. Besonders deshalb, weil wir aufgrund eines Spielerengpasses auf Basti als A-Jugendlichen zurückgreifen mussten. Seine Tor Serie setzte er dann auch in der 2. Runde des Pokals beim TSV Arpke weiter fort. Mit zwei Toren, in den letzten vier Minuten des Spiels, steuerte er seinen Teil zum 1:8 Auswärtssieg bei.

Die vierte Runde des Pokals konnte von uns jedoch nicht erreicht werden, da wir beim heimstarken TuS Kleefeld eine herbe Klatsche einstecken mussten. Mit einem 5:1 gerieten wir unter die Räder des Gastgebers. Gegen einen gut aufgestellten Gegner, der offensichtlich mit den Platzbedingungen besser zurechtkam als wir, hatten wir letztendlich keine Chance. Nicht nur weil wir auch dieses Spiel ersatzgeschwächt antreten mussten, sondern auch weil uns einfach die nötige Konsequenz und Zielstrebigkeit gefehlt hat. Damit war die Pokalsaison für uns nach nur vier Wochen Geschichte.

Umso besser lief dafür die Meisterschaft in der Kreisliga. Der erste Saisonsieg konnte gleich am ersten Spieltag gegen den Heesseler SV gefeiert werden. Mit einem solidem 1:5 sorgten wir, bei den mitgereisten Anhängern für pure Ekstase. Nach dem vergeigten Avista-Cup war mit so einem Ergebnis beim Aufsteiger wirklich nicht zu rechnen. Neben der konsequenten Chancenverwertung war es aber hauptsächlich der Verteidigung zu verdanken, dass wir das Spiel zu unseren Gunsten entscheiden konnten. Mit einer ruhigen und abgeklärten Leistung, gerade im Spielaufbau, sorgte die Viererkette dafür, dass unser Torwart einen stressfreien Nachmittag erleben durfte. Die darauffolgenden Spiele konnten wir, abgesehen vom 1:1 gegen die 2. Mannschaft des TSV Bemerode, ebenfalls erfolgreich gestalten. Einen sehr bitteren Beigeschmack zu dieser Siegesserie hatte dabei das Spiel beim TSV Engensen. Ohne gegnerische Bedrängnis blieb unsere Nummer 6, Oliver Dannenberg, bei einem Richtungswechsel im Rasen hängen und blieb, mit Schmerz verzehrtem Gesicht, schreiend auf dem Boden liegen. Diagnose: Kreuzbandriss im rechten Knie. Ausfalldauer: Mindestens 9-10 Monate. Wieder ein Spieler weniger, der unserem sowieso schon personell begrenzten Kader fehlen würde. Nichts desto trotz, steckten wir den Kopf nicht in den Sand, sodass es eine Woche später zur Mutter aller Derbys kam. Die Rede ist natürlich vom Spiel gegen den SV Uetze 08. Vor gut 300 Zuschauern auf dem A-Platz der Blau-Weißen an der Hünenburgstraße 2, kam es zum Showdown der beiden Nachbardörfer. Die Tabellensituation beider Teams, mit den Plätzen zwei und drei, ließ schon vor dem Spiel auf einen fußballerischen Leckerbissen hoffen. Unter der Leitung von Thomas Swiridjuk wurde das Spiel um 15:00 Uhr Ortszeit angepfiffen. Nach einem Katastrophenstart unsererseits stand es, nach handgestoppten drei Spielminuten, schon 1:0 für die Heimelf. Doch anscheinend stand der Fußballgott an diesem Tag auf unserer Seite. Unbeirrt setzten wir unser Angriffsspiel weiter fort und konnten das Spiel durch ein schönes Tor von Muhamet Ahmeti zum 1:1 ausgleichen, ehe Julian Scholz kurz vor dem Halbzeitpfiff, den Führungstreffer zum 2:1 erzielte. Nach dem Seitenwechsel passierte bis kurz vor Ende nichts Nennenswertes mehr. Die Uetzer hatten zwar mehr Ballbesitz und griffen hauptsächlich mit hohen Bällen an, diese wurden aber zumeist von unseren Innenverteidigern abgewehrt oder konnten von den Stürmern nicht vernünftig verarbeitet werden. Etwas Zählbares ist dabei jedenfalls nicht entstanden. In den letzten zehn Spielminuten sollte dann das geschehen, was zu einem typischen Derbyverlauf zwischen Dollbergen und Uetze irgendwie dazugehört. Aus einem Allerweltsfoul entstand eine kleine Auseinandersetzung aus Wortgefechten und kleinen Schubsern. Um es abzukürzen; es wurden insgesamt 3 Spieler des Feldes verwiesen. Einer auf der Seite der Uetzer Mannschaft, der Rest auf unserer Seite. Alles in Allem war es aber schönes Spiel.

 

Mit Ausnahme eines Unentschiedens gegen Ahlten (1:1) und der ersten und bisher einzigen Niederlage gegen den FC Stern Misburg, die wir nach schwacher erster Hälfte am Reformationstag mit 3:0 hinnehmen mussten, haben wir die restlichen Spiele der Hinrunde allesamt gewonnen. Nun stehen wir, nach 17 gespielten Partien, mit 44 Punkten und einem Torverhältnis von 46 zu 18 Toren an der Tabellenspitze. Wir hoffen natürlich, dass wir die Rückrunde ähnlich erfolgreich gestalten können und würden uns freuen den ein oder anderen Leser bei einen unserer Spiele begrüßen zu dürfen.

 

Liebe Grüße von der 1. Herrenmannschaft des

TSV Dollbergen 09

 

 

Aktuelles

Unterstützt den TSV Dollbergen! Bei Rückfragen bitte an Jucom.it bzw. Julian Otte wenden!

Hier finden Sie uns

TSV Dollbergen 09 Fussball
Ackersbergstraße 6a
31311 Uetze

Kontakt

Druckversion Druckversion | Sitemap
© TSV Dollbergen 09 Fussball